2011
2011 - Etappe 1 / Berchtesgaden - Römersattel - Spielbergalm - Klingerltörl - Niedernsiel / 3025 hm, 89,1 km
2011 - Etappe 2 / Niedernsiel - Großglockner - Heiligenblut - Obervellach / 2228 hm, 111,5 km
2011 - Etappe 3 / Obervellach - Goldeck - Villach / 1724 hm, 106,5 km
2012
2012 - Etappe 1 / Bischofswiesen - Kirchberg i. Tirol / 2250 hm, 78,8 km
Start zur ersten Etappe war in Bischofswiesen 6.50 Uhr.
Am Hintersee vorbei ging es hinauf zum Übergang nach Österreich über den Hirschbichl nach Weißbach bei Lofer.
Bald begann die Schiebestrecke und leichter Nieselregen auf dem Weg zum Römersattel. Dieser war teilweise weggespült.
Nach Überquerung des Römersattels, anschließender Einkehr im Cafe s'Häferl bei Kuchen und Tee gigs weiter nach Fieberbrunn.
Hier begann der Aufstieg am Pletzergraben hinauf zur Lämmerbichlalm. Den höchsten Punkt meiner heutigen Etappe habe ich erreicht. Auf der Lämmerbichlalm gönnte ich mir wieder mal Kuchen, Johannesbeerschorle und einen Kaffee.
Eine gemütliche Abfahrt ins Tal vorbei am Schwarzsee bei Kitzbühl gings direkt nach Kirchberg.
2012 - Etappe 2 / Kirchberg i. Tirol - Neuenkirchen / 1871 hm, 51 km
Im Hotel Steirerhof hatte ich eine gute und günstige Unterkunft bekommen.
In der Nacht hatte es geregnet und ich hoffte auf gutes Wetter.
Beim Aufstieg zur Fleckalm begann es jedoch zu regnen und Nebel zog auf. Das Wetter wurde nach dem Pengelstein immer schlimmer, Sturzbäche und eisiger Wind ließen diesen Tag zur Tortur ausarten.
Das Stangenjoch hab ich noch mit ach und Krach erreichen können bis es endlich ins Tal hinunter ging. Die Höhenmeter wollten aber einfach nicht weniger werden. Die letzte Rettung vor völliger Unterkühlung war die Baumgartenalm.
Der Wirt wartete schon mit einem Schnaps in der Hand.
Zwei Stunden Klamotten trocknen und ab nach Neuenkirchen. (Leider gibt es von diesem Tag wegen der zu schlechten Witterung keine Fotos da die Technik versagte.
2012 - Etappe 3 / Neuenkirchen - Reischach / 2302 hm, 93,2 km
Start war heute 8.00 Uhr von Neuenkirchen in Richtung Krimmler Wasserfälle.
Am Eingang zum Fußweg hinauf zu den Wasserfällen steht ein Kassenhäuschen. Ich wollte bezahlen und durch hätte jedoch das Rad am Eingang stehen lassen sollen. Also mußte ich doch die Versorgungsstrasse nehmen.
Ich hatte keine Lust durch einen einen 300 m langen unbeleuchteten und engen Tunnel zu fahren.
Auf der hälfte der Strecke konnte ich auf den Fußweg queren und ohne Tunnel ins Tauerntal gelangen.
So früh morgens war sowieso noch kein Fußgänger unterwegs.
Endlich Sonne aber denoch kalt ging es immer stetig bergauf zur Tauernhütte. Da gab es Kuchen und Tee. Kein einziger Radlfahrer weit und breit.
Immer an der Krimmler Arche entlang Richtung Gletscher der Großvenedigergruppe ... ... erreichte ich den Säumerweg im Krimmler Archental. Im Hintergrund der Ausgang des Krimmler Tauerntal mit den Wasserfällen.
Nach der letzten Alm auf ca. 1900 hm war schieben angesagt. Ich fragte einen Südtiroler der auf dem Weg ins Tal war nach der Beschaffenheit des Weges auf der Südtiroler Seite. Er meinte, das der feine Schiefer und die breiten Abflussrinnen schnell einen Platten verursachen können. Ich entschied mich für schieben und tragen.
Bis zum Tauernpass waren es dann noch um die 750 hm. Auf dem Pass => Blick nach Österreich.... ich bemerkte hier das mein Reisverschluss an der Satteltasche offen war und nur der Ansatz der Tüte der Batterien heraus lugte. ... und nach Südtirol.
Nach einer Schiebestrecke von ca. 650 m bis auf 2000 m erreichte ich die Tauernalm. Hier traf ich vier Downhiller. Sie haben versucht den Weg zu fahren und haben mit sieben Platten bezahlt.
Bis auf den Forstweg im Ahrntal waren wieder ca. 100 hm zu schieben. Die vier Downhiller hatten hier wieder einen Platten ... .
Dann ging es auf schnellstem Wege nach Brunneck und schließlich nach Reischach am Fuße des Kronplatzes in die Unterkunft.
2012 - Etappe 4 / Reischach - Corvara / 3400 hm, 64,4 km
Das Hotel Olympia in Reischach war nicht gerade billig, aber Preis- Leistung stimmte. Pool, Wellness usw. ich hatte jedoch keine Zeit für so was.
Punkt 8.00 Uhr war Start und der Weg führte mich in Serpentinen immer wieder querend auf den Kronplatz. Unterhalb der Bergstation bei ca. 2100 hm war Schluss.
Ich hatte grippeähnliche Symtome (kein Wunder mit noch nassen Klamottengefahren) oder hatte mich bei der gestrigen Alpenhauptkammüberquerung verbrannt und leichten Schüttelfrost trotz 30 °C. Jedenfalls fuhr ich rechts in Richtung Furkelpass. Hier war erst einmal Rast und "Aufwärmung" angesagt. Diesmal kein Kuchen sondern ordentlich Nudeln und zwei Johannesbeerschorlen.
Über St. Vigil ging es dann in Serpentinen (ungefähr Bildmitte) immer der Skipiste querend über den Kamm runter nach Giogo Picolo. Da ich mich noch immer etwas unwohl fühlte, entschied ich mich im warmen Tal nach Corvara zu radeln.
Auf der linken Seite hatte man immer einen imposanten Blick auf die Kreuzkofelgruppe wo sich dahinter die Fanes verbarg. Links der Blick zum Sassongher in Richtung Grödnerjoch.
Angenehme Temperaturen ließen meine körperlichen Probleme verschwinden.
Blick aus meinem Zimmer im Hotel Monti Pallidi in Corvara in Badia.
2012 - Etappe 5 / Corvara - Molina / 3100 hm, 92 km
Im Hotel Monti Pallidi ließ es sich aushalten. 8.00 Uhr war wie immer Start. Von Corvara ging es ein paar Serpentinen in Richtung Passo Campolongo ... und dann rechts am Golfplatz Alta Bia hoch zur Sella Runde zum Rifugio Marmotta. Oben nicht sichtbar befindet sich die eigentliche gestrige Unterkunft die Prolongiahütte. Aus Zeitmangel war sie aber gestern nicht zu erreichen. Ab Arabba beginnt die Paßstrasse zum Passo Pordoi. Auf 1975 hm verlasse ich die Strasse nach links auf einen groben Schotterweg in Richtung Marmolada. Endlich mal Anstiege die mich an die Berchtesgadener Berge erinnerten. Kurz unterhalb der Seilbahnstation jedoch so steil und grobschottrig, das an fahren nicht mehr zu denken war. Auf 2460 hm hatte ich dann den Sattel erreicht und es bot sich ein überwältigender Anblick auf die Marmolada. Hier begann der Zugang zum Bindelweg. Ein Einheimischer mahnte den Weg nicht zu fahren. Viel zu gefährlich und unter einer Breite von 1,50 m verboten. (Kostet 180 €). Wer den ersten Abschnitt fährt (ca. 500 m von der Seilbahn bis zum Bindelweg) ist sowieso lebensmüde. Der Weg wird dann zwar etwas breiter aber spätestens wenn der vom Stausee kommende Weg einmündet sind so viele Fußgänger unterwegs das an fahren immer noch nicht zu denken ist. Ab Rifugio Viel de Pan auf 2130 hm ist der Weg dann breit genug das man bis zum Pass Pordoi durchfahren kann. Über Canazei, Moena, Ziano di Fiemme ging es nach Tesero ins Quartier.
2012 - Etappe 6 / Teselo - Bartoldi / 2500 hm, 75 km
Start 8.00 Uhr zum Manghenpass. Auf der Hütte am Vorabend in Teselo traf ich 3 Norddeutsche Rennradler die auch hier rauf wollten, ich hab sie an diesem Tag nicht an mir vorbei fahren sehen. Lag wohl am Rotwein. Ich wollte eigentlich nur Bremsbeläge wechseln, merkte jedoch bald das ich keinerlei Werklzeug dafür besaß. Ich erinnerte mich an die offene Tasche am Tauernpass und alles war klar. Am Pass selber war es ziemlich kalt, die Hütte nicht eingeheizt. Ich fragte den Wirt nach den kommenden Wetterbedingungen. Sah nicht gut aus, Nachmittag einsetztender Regen. Morgen Freitag den ganzen Tag Regen - überall.Für mich hieß es schleunigst ins Tal. Kaum Zivilisation, Höfe oder Unterkünfte. Oberhalb von Carzano eine kleine Wirtschaft. Hier nahm ich auch ein richtiges Mittagessen zu mir. Spagetti Bolognese und ein Bier? Versehentlich. Hier war das Tal nicht weit, jedoch ging es auf und ab. Tempo drosseln war angesagt sonst fehlte später das Pulver. Unten ging es an unendlichen Apfelplantagen vorbei bis nach Levico Terme bevor mich der Kaiserweg mit einigen Serpentinen nach Bartoldi brachte. Das Wetter sah ziemlich bedrohlich aus und bald fing es an zu nieseln beruhigte sich aber bald wieder.
2012 - Etappe 7 / Bartoldi - Torbole / 1360 hm, 60,3 km
Toll begann der letzte Tag mit stömenden Regen. Bis 9.30 Uhr wartete ich ab dann ließ er etwas nach. Das eigentliche Ziel Gestern war Carbonare, doch nach dem Erreichen von Bartoldi und der überwältigenden Anzahl an Unterkünften entschied ich mich hier für das Hotel Caminetto. Die heutigen schlechten Verhältnisse zwangen mich die ursprüngliche Route zu verlassen und über Carbonare, San Sebastiano und dem Passo Sommo, Folgaria vorbei am Castel Beseno die erste Tanke auf 200 hm anzusteuern. Diesmal war ich kurz vorm Kollaps. 1200 hm bei stömenden Regen, Nebel kaltem Wind und 7 Tage Transalp im Nacken forderten Ihren Tribut. Hier zwei Kannen Tee und zwei große Glas Rum ließen mich wieder lebendig werden. Dafür wollte der Barkieper nur 5,-€. Ich muß wohl sehr bedauernswert gewirkt haben. Jetzt sah ich zum ersten mal Radler ungefähr 10 km vor Torbole, die tatsächlich zum Gardasee wollten. Ab hier ging es nur noch bergab. Die Erleichterung war ziemlich groß. Nach 520 km und 13.500 hm endlich geschafft. Auf den letzten Metern Richtung See mußte man sich schon ziemlich zusammenreissen um seinen Emotionen nicht freien Lauf zu lassen. Ernüchtert geht's nächsten morgen 8.00 Uhr mit dem Shuttlebus nach Innsbruck und von da mit dem Zug nach Salzburg. -Ende
2013
2013 - Etappe 1 / Bischofswiesen - Heutal - Steinplatte - Kitzbühl - Hahnekamm
Start zur ersten Etappe war in Bischofswiesen 7.30 Uhr. Über Ramsau, dem sogenannten Wachter'l über Unterjettenberg und Unken ging es auf ca. 1000 m ins Heutal. Über die Winkelmoosalm gelangt man zur Steinplatte. Auf ca. 1550 hm kommt die Abfahrt über die Mautstrasse nach Waidring wo ich spektakulär an kreischenden Frauen gerade noch durch die sich schließende Schranke rutschte - das war knapp! In Erpfendorf war Rast angesagt - Spagetti Bolognese. Ab Erpfendorf immer an der Arche entlang bis nach St. Johann. Von hier geht es auf dem Römerweg nach Kitzbühl. Der Wilde Kaiser ist immer präsent. Direkt an der Hahnekammabfahrt beginnt der Aufstieg zum Hahnekamm. An der Melkalm vorbei sind es noch ca. 100 hm bis zum Gasthof Hocheck. Der war das Ziel meiner heutigen Etappe.
2013 - Etappe 2 / Hahnekamm - Stangenjoch - Wildkogel - Neukirchen
Start zur zweiten Etappe 8.30 Uhr. Angenehme Temperaturen machen diesen Panoramaweg zu einer wahren Augenweide. Der 360° Blick ist unvergleichlich. Am höchsten Punkt auf ca. 1800 m geht es hinunter zum Aschauer Höhenweg. Einige Radler kommen von Aschau und fahren in entgegengesetzter Richtung.
Es folgt der etwas mühsame Aufstieg zum Stangenjoch das ich letztes Jahr im strömenden Regen überwunden habe.
Von der Baumgartenalm - natürlich gab es wieder Schnaps'erl- Aufstieg zum Wildkogel auf ca. 2200 m. Erstklassige Aussicht zum Großvenediger. Leider nichts mehr frei, also runter nach Neukirchen.
2013 - Etappe 3 / Neukirchen - Gerlos - Mayerhofen - Pfitscher Joch
Um 8.30 Uhr geht es von Neukirchen bis zur alten Gerlosbundesstrasse weiter auf den Gerlospass. Über Königsleiten und Gerlosstausee vorbei traf ich einen Frankfurter bei einer Rundtour um die Zillertaler Alpen.
Es ging dann zügig vom Gerlospass nach Zell am Ziller sowie nach Mayerhofen auf gut asphaltierten Wegen. Ab Mayerhofen begann der Aufstieg zum Schlegeisstausee. Die Staumauer erkennt man schon aus einiger Entfernung, sie mag aber nicht so richtig näher kommen wollen.
2013 - Etappe 4 / Pfitscher Joch - Sterzing - Montal
Im Hintergrund das Pfitscher Joch, im Vordergrund die Unterkunft. Mein Versuch das Pfunderer Joch zu bezwingen scheiterte bereits nach 300 hm. Der gestrige Tag war doch etwas zu anstrengend. Also ging es jetzt auf der nervigen Bundestrasse nach Sterzing. Das Eis war irgendwo zwischen Sterzing und Brunneck. Einfach unerträgliche Hitze. Kurz vor Brunneck empfahl mir ein einheimischer MTB'ler eine Abkürzung und schließlich war im idyllischen Montal die Fahrt zu Ende. Eine Weiterfahrt nach St. Vigil hätte nochmal 400 hm gekostet und wahrscheinlich eine ebenso hohe Übernachtungssumme. Jetzt erst merkte ich das die ganzen Dolomiten von Italienern überflutet sind und in den Hotels richtig Geld verdient wird (August ist Hauptzeit in IT). Das einzige Hotel was angeblich nur noch ein Einzelzimmer hatte für günstige 114,-€ war der Lanerhof !!! Die Klamotten wurden sogar draußen trocken. Das Buffet war einfach unschlagbar, gegessen habe ich bestimmt für 50,-€, also waren es nur noch 64,-€ abzüglich Frühstück 54,-€, abzüglich 2x duschen und Klamotten waschen 49,-€, abzüglich Badelatschen 40,-€.
2013 - Etappe 5 / Montal - St. Vigil - Fannes - Cortina - Misurina
Von Montal umfahre ich immer links haltend erst einmal 200 hm bergauf die Bundesstrasse nach Enneberg. Auf dieser wunderschönen Panoramastrasse geht es dann immer die Höhe haltend nach St. Vigil. Nach ca. 1 Stunde befinde ich mich dann in St. Vigil und fahre direkt in das Tal des Nationalparkes Große Fanes. Nach einiger Zeit öffnet sich der Wald und befindet sich direkt an der Pederühütte. Hier geht es jetzt relativ zügig auf ca. 2000 m. Genügend Wasser sollte man dabei haben. Ab der oberen Fanesalm sind noch ca.100 hm zu bewältigen bevor man sich am höchsten Punkt an einem kleinen Bergsee befindet. Es geht weiter nach Fiames. Die ursprüngliche Route unterhalb der Schuttablagerung habe ich diesmal mangels stabilen Wetter verpasst. Über den Passo Tre Coci geht es weite zum Lago Misurina, dem Ende der heutigen Etappe.
2013 - Etappe 6 / Misurina - Drei Zinnen - Forni Avoltri
Nachdem es am gestrigen Abend sowie in der Nacht ordentlich geschüttet und gestürmt hat geht es heute auf die Drei Zinnen. Zunächst ist es ziemlich frisch geworden, 8 °C. Von Misurina folgt man am besten der gebührenpflichtigen Mautstrasse bis auf ca. 2100 h und fährt über die Aronzo - Hütte unterhalb der drei Zinnen bis zur Lavaredo - Hütte, macht kehrt und fährt dann zwischen beiden Hütten in südöstlicher Richtung einen Pfad hinunter mit Blick auf einen weit entferten See - Auronco di Cadore. Das mit dem fahren ist so eine Sache, das muß jeder für sich selbst entscheiden. In Cima Gogna verlasse ich die Strasse und fahre auf der alten verfallene Bundesstrasse Richtung Norden. Es geht immer links in einer engen Schlucht duch verfallene Tunnels, riesige hunderte Meter tiefe Löcher in den Stassen und schönem Tiefblick, nach Santo Stefano di Cadore und weiter nach Forni Avoltri ins Albergo Piani Di Luzza, dem heutigen Ziel der vorletzten Etappe.
2013 - Etappe 7 / Forni Avoltri - Rifugio Marinelli - Plöckenpaß - Villach
Ein wunderschöner Morgen kündigt meine letzte Etappe an. Ab dem Ort Forni Avoltri beginnt der erste Anstieg bis auf ca. 2100 m. Es wir zügig warm so dass ich mich beeilen muß bei angenehmen Temperaturen den Gipfel die Martinihöhe zu erreichen. Der Weg ist durchweg fahrbar und weist auch keine besonderen Steigungen auf. Oben am Gipfel herscht schon zeitig recht viel Betrieb, ich halt mich nur kurz auf bevor es nach Osten in Richtung Plöckenpass geht. Kurz vor der Bundesstrasse zum Pass halte ich mich rechts und schiebe, trage was weiß ich die sogenannte Abkürzung bis zum eigentlichen Pass. Gleich das erste östereichische Lokal das Plöckenhaus war meins. Ab hier ging es 500 hm bergab bis Kötschach Mauten. Direkt an dem Fluß Gail nach dem das Tal benannt ist traf ich die Entscheidung die letzten 90 km nach Villach durchzufahren. Die zogen sich wie Kaugummi, doch schließlich hatten Sie keine Chance. Nach 14111 hm und 584 km hatte ich mein Ziel erreicht und genoss am Drauufer in Villach ein frisch gezapftes. Die Übernachtung hatte ich diemal gratis - bei meinen Eltern.
2014
2014 - Etappe 1 / Bischofswiesen - Hirschbichl - Römersattel - Spielbergalm - Seetörl - Uttendorf
Diese Tour sollte nicht über einen gewöhnlichen Alpenhauptkammpass führen. Zwischen dem Tauernpass und dem Felbertauernpass befindet sich noch der Kalser Tauern über den man auch bei nicht so gut klimatischen Verhältnissen mittels Aufstiegshilfe und sogar einer Berghütte im Stil eines Luxushotels den Alpenhauptkamm überqueren kann. Um an den Einstieg zu kommen war es notwendig -ohne nur auf Bundesstraßen in den Tälern ausweichen zu müssen- ca. 3000 hm zu überwinden. Dafür benutze ich immer meinen Klassiker:
Berchtesgaden
Hirschbichl
Weißbach
Römersattel
Fieberbrunn
Spielbergalm
Sallbach Hinterglemm
Hackelberger Alm
Seetörl
Klingerltörl
Uttendorf oder Kaprun
2014 - Etappe 2 / Uttendorf - Rudolfshütte - Kalser Tauern - Dorfersee - Huben
Nach einer ruhigen Nacht im Hotel Koch begann für mich die Fahrt in eine ungewisse Alpenhauptkammüberquerung. Leider war das Wetter alles andere als Einladend. Es nieselte so vor sich hin. Von Uttendorf auf 780 m.ü.n.N. bis zur Talstation waren es etwa 700 hm. Für mich genug in Anbetracht der Wetterlage. Ab hier ging es mit der Seilbahn bis zur Rudolfshütte auf ca. 2500 m.ü.n.N.
Ab hier ging es erst einmal nach einer kurzen aber wichtigen Stärkung und Aufwärmung rund 200 hm abwärts um dann im dichtesten Nebel Richtung Kalser Tauern wieder aufzusteigen.
Nach der Umgehung des Weißsees erfolgte der Aufstieg durch feuchtes, Schroffes und mit nicht wenigen Schneefeldern bedecktem Gelände. Schließlich erreichte ich den Kalser Tauernpaß und sah im Nebel ein scheinbar unendliches Schneefeld in Richtung Oberer See auf der Osttiroler Seite. Glücklicherweise war die Fläche am Ende doch überschaubar. Ab seinem Ende war es schlußendlich doch eine ziemliche Quälerei bis zum Dorferer See. 4 Stunden schieben und tragen, keine Möglichkeit zum fahren, völlig duchweichte nasse Schuhe aber glücklicherweise kein Nebel und moderate Temperaturen hatten es in sich. Jedenfals als Alpenhauptkammüberquerung nur bedingt empfehlenswert. Man ist dabei in jedem Fall ein Exot.
Irgendwann erreicht man den Dorfer See und erst weit nach dem Ende des Sees beginnt der fahrbare Bereich, also etwas oberhalb der Kalser Tauernhütte. Den Umstand das das Radlfahren durch die nachfolgende Klamm verboten ist vernachlässigen wir mal in Anbetracht der Umstände.
In Huben im Cafe Lander'l war meine heutige Etappe zu Ende.
2014 - Etappe 3 / Huben - Staller Sattel - Antholz - Toblach
Nach einem relativ spartanischem Frühstück ging es gleich ansteigend von 800 m.ü.n.N. ins Defreggental überHopfgarten und St. Jacob auf knapp 2050 m.ü.n.N. also 1250 hm zum Staller Sattel. Hier gab es einen kleinen Imbiß bis es anschließend durch eine Ampelschaltung geregelt, ins Antholzer Tal weiter nach Antholz, Welsberg und schlußendlich Toblach dem Ziel der heutigen Etappe ging.
2015
2015 - Etappe 1 / Bischofswiesen - Hirschbichl - Römersattel - Spielbergalm - Seetörl - Uttendorf
Start war um 6.00 Uhr, schlechtes Wetter war aber schon ab der Mittagszeit angesagt. Trotz für das am Vormittag gut angesagte Wetter regnete es immer wieder mal leicht und der Himmel war bis zur Mittagszeit in Wolken gehüllt. Der Weg führte mich vom Hintersee über den Römersattel nach Fieberbrunn, über die Spielbergalm (Mittagessen)nach Saalbach-Hinterglemm, über die Hackelbergalm und dem Klingertörl schließlich nach Uttendorf. Es war zur Hackelbergalm recht sonnig bis mich schließlich die vorhergesagte Kaltfront kurz unter dem Klingertörl mit heftigen Böen, Nebel und starkem Niederschlag auf 2100 m überraschte. Im strömenden Regen ging es schließlich nach 2900 hm und 90 km hinunter nach Uttendorf in die Unterkunft Pension Koch.
2015 - Etappe 2 / Uttendorf - Felbertauern - Matrei - St. Jacob (Defreggental)
Bei recht kaltem aber recht sonnigem Wetter sollte heute der Alpenpass über den Felbertauern bezwungen werden. Es stellte sich jedoch bald heraus das der gestrige Tag etwas zu hart war und ich mich entschied den bequemeren Weg durch den Felbertauerntunnel zu wählen. Es waren schließlich trotzdem fast 1000 hm bis zum Einstieg zu bewältigen, abgesehen vom lebensgefährlichen Verkehr. Für 18,- € wird man vom nördlichen zum südlichen Tunnelportal gefahren. Nach einer Rast in Matrai ging es nach St. Jacob ins Defreggental.
2015 - Etappe 3 / St. Jabob - Staller Sattel - Welserberg - Plätzwiesenhütte
Bei frischen Temperaturen aber doch schon sehr dampfig startete ich um 8.00 Uhr durch das Defreggental und durch Waldwege am linken Tal in Richtung Staller Sattel bis zur befestigten Strasse. Ankunft an der Ampel am Paß war 11.18 Uhr. Die Abfahrt ist aber immer nur ab der vollen Stunde für jeweils 15 min. gestattet. Es ist aber bei zügiger Fahrt in 10 min zu bewältigen. In Welserberg war erst einmal Rast, bevor es auf die Plätzwiesenhütte (2050 hm) in die Unterkunft ging.
2015 - Etappe 4 / Platzwiesenhütte - Cortina - Rifugio Averau - Lago Allegre
Leider war es morgens um 8.00 Uhr nebelig und frisch. Die Abfahrt nach Schluderbach in Richtung Cortina weiter über das Skigebiet westlich von Cortina war sehr schnell erledigt. Erst der Aufstieg durch die immer noch sehr schwüle aber gleichzeitig auch kalte Witterung machte es nicht gerade einfach. Mittlerweile war meine zweite Garnitur ebenfalls nass. Auch am Rifugio 5 Torri war es frisch und windig. Kurz vor 12.00 Uhr war ich da, machte Mittag und es ging dann bis auf 2400 m zum Rifugio Averau. Nach einer ruppigen Abfahrt erreichte ich die Bundesstrasse unterhalb des Passo di Giau und erreichte mein Ziel das Hotel Garni La Nava in Lago Alegre am frühen Nachmittag.
2015 - Etappe 5 / Lago Allegre - Falcade - Passo Valles - Passo di Rolle - San Martino di Castrozza
Hier startete ich wie immer 8.00 Uhr über Falcade zum Passo Valles auf 2033 m. Pünktlich um die Mittagszeit war dieser erreicht und auch zu Mittag gegessen. Dann ging es weiter etwas bergab, ein Stück Bundesstrasse bis rechts der Abzweig in die Val Venegia begann. Ein langes Tal, in dem es immer leicht ansteigend und am Ende in einigen Serpentinen bis zum Passo di Rolle auf 2200 m geht. Leider war die Sicht nicht sehr besonders aber ab und zu riss die Nebeldecke auf. Bei leichtem Regen ging es dann nach San Martino di Castrozza ins Hotel Jolanda..
2015 - Etappe 6 / San Martino - Tognola - Caoria - Spera - Passo Cinque Croci - Spera (Suganatal)
Der heutige Tag versprach endlich mal Sonne. Am gestrigen Tag hab ich noch ein paar Mitstreiter kennen gelernt, die zufälligerweise in die gleiche Richtung fuhren. Start war diesmal etwas später als gewohnt. Heute ging es erst einmal auf den Tognola auf ca. 2000 m. Hier begann ein für mich schwerer Trail (später wieder Forststraße) nach Caoria auf 875 m. Hier war man abseits vom Touristenrummel und man bekam ein Hauptgericht mit Getränk für 6,50 €. Nach dieser Stärkung begann der lange Aufstieg auf den Monte Cauriol da Passo Cinque Croci auf 2100 m. Der tolle blaue Himmel vom Morgen war natürlich weg und es begann noch auf dem Gipfel an zu regnen. Kein Grund länger zu verweilen. Eine ruppige Abfahrt auf groben Schotter schüttelte uns mächtig durch. Erst auf 1345 m war schluss und wir machten Rast im Rifugio Carlettini. Schließlich rollten wir nach Spera ins Suganatal und nahmen das erste Hotel mit einer tollen Aussicht..
2015 - Etappe 7 / Spera - Rifugio Barricata Hotel Grigno - Rifugia Barricata - Gionghi
Die heutige Etappe wird unsere Königsetappe. An der Fuime Brenta entlang ging es nach Süden bis zu einem Großen Gebirgsstock den wir von Ost nach West überqueren wollten. In Masi Orné begann bei ca. 250 m der lange Aufstieg zum Rifugio Barricata Hotel Grigno auf 1600 m. Wiedermal pünktlich 12.30 Uhr aßen wir Mittag, was sich als gute Entscheidung herausstellte. Weiter ging es stetig bergauf bergab über groben Schotter bis auf 2010 m über die Schlachtfelder des ersten Weltkrieges. Achtung! Es gibt nur eine einzige Wasserquelle nach dem Rifugia Barricata. Bei hohen Temperaturen ist diese Tour nicht zu empfehlen, da vermutlich diese Quelle dann auch nichts mehr hergibt. Für die eigentliche Überquerung ohne dem Anstieg von 1200 hm sollte man 6 - 7 Stunden berechnen, dann sollte man sich -so wie wir- in der Nähe des Käiserjägerweges befinden. In Gionghi war unsere Fahrt zu Ende und wir fanden in einem sehr preiswertem Hotel Albergo Bellaria eine Unterkunft. Insgesamt hat uns diese Etappe 2550 hm abverlangt.
2015 - Etappe 8 / Gionghi - Folgaria - Roveretto - Torbole
Nach der gestrigen harten Etappe über 2500 hm und knappe 70 km, über sehr unwegsamen und groben Dolomitenschotter war jetzt Entspannung angesagt. Morgens war allerdings noch der Anstieg zum Passo Sommo fällig. Ab hier ging es jedoch gemütlich immer bergab über Folgaria und Roveretto bis nach Torbole.
Gute Unterkunft im Hotel Picolo bekommen, allerdings den ganzen Tag Dauerregen. Am nächsten Tag ging es mit einem Shuttleservice nach Innsbruck und dann in Eigenregie nach Hause in Berchtesgaden.
2016
2016 - Etappe 1 / Tag 1 / Bischofswiesen - Waidring - Radfeld (Wörgl) 122 km, 1100 hm
Freitag den 22.07.2016 war es soweit. Meine neue Route sollte über den westlichen Teil der Alpen führen und erforderte eine etwas längere Anfahrt. 13.00 Uhr nach der Arbeit war Start -wie immer- in Bischofswiesen. Das heutige Ziel war Wörgl oder soweit es das Wetter zulässt, denn wie jedes Jahr ist es Ende Juli immer noch recht unbeständig.
Über Bad Reichenhall ging es nach Unken und weiter über den Paß Strub nach Waidring, Erpfendorf und St. Johann. Die erste Rast erfolgte danach beim Stanglwirt in Going. Dann ging es weiter über Elmau und zu dem heutigem Ziel nach Wörgl. Da ich noch genug Reserven hatte, entschloss ich mich noch etwas weiter zu fahren.
Etwas später kam ich in ein Gewitter und legte eine Zwangspause ein. Dann radelte ich noch bis Radlfeld und nach 122 km und 1100 hm war erst einmal Schluss. In der Pension Possenhof kam ich gut und günstig unter.
2016 - Etappe 2 / Tag 2 / Radfeld (Wörgl) - Landeck 144 km, 770 hm
Diese Etappe sollte die Längste der gesamten Tour werden. Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Pension Posserhof war der Start um 8.00 Uhr. Es waren heute 142 km und 770 hm zu bewältigen. Immer auf dem Inntalradweg spulte ich die Kilometer ab. Also kurz gesagt war diese Etappe eigentlich die langweiligste. Sie ist für Mountainbiker die vorwiegend in den Bergen unterwegs sind nicht zu empfehlen, aber nun ja ich mußte irgendwie zum Einstieg kommen.
Irgendwann nach Innsbruck wurde die Umgebung etwas abwechslungsreicher. Man sah verrückte Motoradfahrer die versuchten eine Schlucht senkrecht nach oben zu fahren, man wurde von Hunden angegriffen und sah einen Motoradunfall in Innsbruck.
Ursprünglich sollte die Anfahrt mit der Bahn nach Garmisch und dann mit dem Rad über den Fernpass nach Landeck erfolgen. Mir wurde abgeraten, die Etappe von Garmisch nach Landeck hätte keinen Reiz, was mir unterwegs auch bestätigt wurde.
2016 - Etappe 3 / Tag 3 / Landeck - St. Anton - Konztanzer Hütte - Heilbronner Hütte - Galltür - Ischgl - Bodenalpe 83,1 km; 2394 hm
Nach einem ausgiebigem Früchstück im Hotel Mozart startete ich meine dritte Etappe. Diesmal veließ ich hinter St. Anton die Bundesstraße in Richtung Südwesten ins Vervall Tal. Mit recht angenehmer Steigung geht es bis zur Konztanzer Hütte. Hier ist schon ziemlich viel los. Für die meisten ist das die erste Etappe Ihrer Alpenüberquerung für mich die Dritte.
Kurze Zeit später ist 1.5 h schieben angesagt. Über Serpentinen und kurzen Tragepassagen schlängelt sich der Weg bis zum Fuße des Schaidsees von dem auch die Heilbronner Hütte sichtbar wird. Ab hier geht die Abfahrt von 2280 hm auf 1700 hm hinunter bis ein 100 hm Aufstieg zum Koppssee erfolgt. Nach kurzer Besichtigung geht es weiter ins Tal nach Galltür und schließlich nach Ischgl.
Ab hier der letzte Anstieg zur Unterkunft Bodenalpe. Die ersten Kehren sind ziemlich steil dann jedoch neigt sich das Gelände zurück. Nach 500 hm war schließlich das Ziel erreicht. Ein kurzer Schauer zwang mich zwischendurch zu einer Pause. Ohne Reservierung hätte man Pech gehabt. Radlstellplatz in der Garage und gutes Essen. Sehr gute und preiswerte Unterkunft.
2016 - Etappe 4 / Tag 4 / Bodenalpe - Heidelberger Hütte - Fimberpass - Scuol - Pass da Costainas - Tschierv 68,2 km; 2224 hm
Früh morgens klingelt der Wecker um 6.30 Uhr und Start nach dem Früstück war um 7.30 Uhr. Die Hütte war voll und ohne Reservierung war nichts zu machen. Die Bodenalpe liegt auf ca. 1800 hm und der erste Pass -der Fimberpass- lag auf 2600 hm. Der fahrbare Weg ging mäßig steigend bis zur Heidelberger Hütte. Leider war die Aussicht nicht besonders und die Gipfel in Nebel gehüllt. Ich bin als erster von der Bodenalpe aufgebrochen. Eine Übernachtung in der Heidelberger Hütte auf der Schweizer Seite war -wie ich im nachhinein erfuhr- erschwinglich da Alpenvereinshütte des DAV. Für mein Vorhaben heute noch die Uinaschlucht zu durchqueren wäre Sie idealer gewesen, so hab ich schon einiges an Zeit verloren.
Ab der der Heidelberger Hütte ist jedenfalls schieben angesagt. Trotz der feuchten Witterung war es auch bis zum Fimberpass einigermaßen mild. Noch schnell ein Gipfelfoto und schon ging es ins Tal. Hin und wieder waren aber doch noch einige Schiebepassagen dabei. Nach der provisorischen Brücke wurde es auf dem folgenden Forstweg angenehmer. Auf einer Alm sah ich dann einen Hubschrauber gleich neben des Weges dachte mir aber eigenltlich nichts dabei. 100 m weiter machte man mich aber darauf aufmerksam das der Weg wegen der Umsiedlung einer Hütte gleich gesperrt würde. Das Spektakel wollte ich mir nicht entgehen lassen
Leider wurde aber gleich nach einem ersten Anlauf nichts daraus -falsch eingehangen, der Bauer wurde sichtlich nervös als der Hubschrauber abbrach. Also weiter ging es. Die nächste Etappe des heutigen Tages sollte die Uinaschlucht werden, jedoch sahen die Wetterausichten für den Nachmittag alles andere als rosig aus, ich hätte also mit Regen und Gewitter rechnen müßen, in der Unia-Schlucht soll das nicht lustig sein. Desweiteren sah mein Plan am nächsten Tag die Ortlerüberquerung übers Stilfser Joch vor welches bei schlechtem Wetter auch nicht so ohne ist (2850 m.ü.n.N.). Bei der Weggabelung Tschern - Uina mußte ich jetzt eine Entscheidung treffen.
Eine Radlgruppe aus dem Allgäu kam zufällig des Weges der ich mich der ich schließlich anschloss, mir fehlten nähmlich genau für die folgende Ausweichroute das Kartenmaterial sowie die GPS - Route.
Es ging also weiter über Sent nach Scuol, hoch ins Val S-Charl über den Pass da Costainas auf 2251 m.ü.n.N. und schließlich nach Tschierv in den Gasthof La Vopa. Sehr zweckmäßig und für Schweizer Verhältnisse günstig.
2016 - Etappe 5 / Tag 5 / Tschierv - Val Mora - Lago di Cancano - Bormio - S. Antonio 55,1 km; 1083 hm
Die erste und letzte Übernachtung in der Schweiz in Tschierv, denn heute geht es wieder nach Italien. Im Gasthaus "La Vopa" sind wir für Schweizer Verhältnisse relativ günstig unter gekommen. Sehr nette Gastgeber, das Bier gibt es bei Ihnen in Kübeln, zumindestens wurde immer die Frage gestellt "noch ein paar Kübel Bier?", lustig zum anhören.
Im Garten ist direkt am Grillofen eine Klingel angebracht die den Wirtsleuten signalisiert das die leeren Kübel bitte aufgefüllt werden sollen.
Jedenfalls ging es nach einem gutem Frühstück auf eine etwas entspanntere Tour. Nach der gestrigen doch etwas anstrengenden Etappe heißt es heute Kräfte mobilisieren. Nach wenigen Kilometer einrollen (es waren übrigens auch Musikinstrumente im Wald angebracht) begann der Einstieg ins Val Mora. Von ca. 1700 m ü.n.N. arbeiteten wir uns stetig bis auf 2250 m ü.n.N. nach oben. Nach einer kurzen Rast und Getränke auffüllen folgte dann eine lange relativ flache Passage. Die Abfahrt war ein super Trail der zwar stellenweise etwas ausgesetz aber sonst komplett fahrbar war. Er führte uns dann durch die immer mehr werdenden Geröll- und Schutthalden nach Lago di san Giacomo auf 1950 m ü.n.N.
Am Ende des Sees oberhalb der Staumauer war Essenszeit mit Ortlerblick. Spagetti Bolognese und eine kleine Apfelschorle 26,00 €. Wir dachten wir sind in der Schweiz und sogar Ich beim schreiben dieser Zeilen. Jetzt stellte ich aber fest, das wir die Grenze nach Italien bereits überquert hatten!
Über einige Serpentinen vom sogennannten Tori di Fraele geht es durch Bormio nach San Antonio ins Hotel Rododendri.
2016 - Etappe 6 / Tag 6 / S. Antonio - Passo Gavia - Pezzo - Motozzo Scharte - Lago di Pian Palü - Peio Fonti 59,8 km; 2557 hm
Heute am sechsten Tag des Alpencross sieht das Wetter nicht ganz so rosig aus. Es stehen zwei Pässe auf dem Programm. Der Gavia-Pass als Straßenpass sowie die Montozzo-Scharte mit jeweils über 2650 m ü.n.N..
Wir starten auf einer Höhe von 1350 m ü.n.N. und kurbeln uns durch den Stevio-Nationalpark bei einer moderaten Steigung nach Santa Catarina Valvura auf 1750 m ü.n.N. Anschließend geht es über 10 Kehren auf 2250 m ü.n.N. im vor der im Nacken liegenden Regenfront. Jetzt geht es die letzten 450 hm moderat bis zum Gavia Pass auf 2652 m ü.n.N.. Ein kurzer Besuch auf dem "Gipfel", eine kleine Einkehr und eine Fotosession rundeten den Besuch ab.
Dann ging es hinunter nach Pezzo auf eine Höhe von 1500 m ü.n.N.. Kurz vor dem eigenlichen Ort ging es scharf Links auf eine Forststraße nach Case di Visio. Einem Dorf was am Ende der Kriegszeit verlassen wurde und im ursprünglichen architektonischen Stil belassen wurde. Sehr interessant, man fühlt sich Jahrzehnte zurückversetzt.
Am Ende des Dorfes geht es dann über 19 Kehren von 1780 m ü.n.N. bis auf 2460 m ü.n.N. unterhalb der Berghütte Rifugio Bozzi. Der Weg ist fast ausnahmslos fahrbar. Das Wetter sah gut aus, die Wolken schienen sich aufzulösen.
Am kleinen See der sich unmittelbar unterhalb der Scharte befindet fahren wir links vorbei. Die letzten 200 hm zur Montozza-Scharte mußten meistens geschoben werden.
Nach einer kurzen Rast und dem beurteilen der Schießscharten aus dem zweiten Weltkrieg führte uns ein wunderbarer Trail talwärts. Leider erwischte uns nach kurzer Zeit ein heftiges Gewitter. Genau in dem Augenblick als sich der fahrbare Weg in eine unwegsame Kletterpassage und durch die Nässe und den Schlamm zu einem unfahrbaren Steig verwandelte. Ab jetzt heist es schieben und tragen. Nach ca. 30 min war der Spuk vorbei und der Himmel lichtete sich schlussendlich zu einem dunklem Blau. Allerdings waren wir aber immer noch über 2000 m ü.n.N.. Irgendwann sind wir dann doch am Fuße des besagten Stausee's angekommen als uns ein Schild und ein undurchdringlicher Zaun darauf aufmerksam machte: "Gesperrt, kein Durchgang!".
Also weiter mit der Schieberei. Schließlich trafen der Wander- und der Forstweg aufeinander und es konnte weiter nach Peio Fonti gehen. Eine Unterkunft war schnell im Hotel Milano gefunden. Leider gab es kein Abendessen mehr. Meine nassen Schuhe ließen keinen Fußmarsch mehr zu, so entschloss sích der Seniorchef uns in die 50 m entfernte Pizzeria zu fahren. (Sie kam uns vorher etwas weiter vor...seltsam? )
Jedenfalls war diese Etappe trotz aller Widrigkeiten eine ausgesprochen erlebnisreiche Tour die nach 2500 hm einen erfolgreichen Abschluss fand.
2016 - Etappe 7 / Tag 7 / Peio Fonti - Dimaro - Madonna di Campiglio - Tione di Trento - Creto 86,4 km; 1476 hm
Der heutige Tag führte uns am Fuße der berühmten Brenta nach Madonna di Campiglio. Überall wird gebaggert und gewerkelt für die nächste Skisaison.
Zuerst radl'n wir aber nach Diamaro von 1400 m auf 750 m ü.n.N um uns dann wieder auf 1670 m ü.n.N. ins Skigebiet von Madonna di Campiglio hoch zu schrauben. Eine kurze Getränkeauffrischung an einer Wasserstelle des Gasthofes oberhalb des Golfplatzes von Carlo Mango und dann hinunter nach Campiglio.
Auf dem Weg dahin bescherte uns ein platter Reifen eine Zwangspause und auch einen ausgiebigen Blick auf die Brenta, da sich Wolken und Hochnebel schnell auflösten.
Meine Kamera hat sich am gestrigen Tag komplett verabschiedet, zuviel Feuchtigkeit ließen das Display zu einer Gostshow werden. Zum Glück hab ich ja noch meine chinesiche GoPro (am Blaustich zu erkennen).
Wir kommen zügig vorran und erreichen am späten Nachmittag Tione di Trento. Eigentlich waren es von hier nur noch 45 km zum Gardasee, aber nach kurzem Check der Kräftereserven entschlossen wir uns so weit wie möglich nach Süden Parallel zum Gardasee zu fahren um morgen den Tremalzo in Angriff zu nehmen. In Creto im Hotel Borel war dann Schluss für Heute.
2016 - Etappe 8 / Tag 8 / Creto - Tremalzo - Torbole 66 km; 1745 hm
Heute starten wir zur letzten Etappe des diesjährigen Alpencross. Nach einem sehr spartanischem Frühstück starteten wir mit relativ leerem Magen bei noch angenehmen Temperaturen da wir im Tal auf der Ostseite fuhren. Nach ca. 12,5 km drehte sich unsere Fahrtrichtung langsam nach Nordosten und es wurde zusehens wärmer. Die nächsten 10 km ging es dann stetig von 450 m ü.n.N. auf 820 m ü.n.N. bis etwa in Höhe des Lago d' Ampola zum Abzweig in Richtung Tremalzo.
Noch einmal Getränke auffüllen und dann in einigen Serpentinen bis auf 1200 m ü.n.N. einer Fahrstrasse in relativ schattiger Auffahrt. Dann wurde es lichter und auch sonniger aber auf Grund der Höhe und der noch nicht fortgeschrittenen Tageszeit noch angenehm. Ab 1660 m ü.n.N begann der vorletzte Anstieg zur Albergo Garda (1700 m ü.n.N.). Hier machten wir Rast und aßen Mittag. Der immer wieder aufziehende Nebel zwischen den Wolkenlücken kühlte die Luft angenehm ab. Weiter ging es jetzt zum höchsten Punkt unser heutigen Tour dem Passo Tremalzo (1833 m ü.n.N).
Hier folgte unmittelbar danach ein Tunnel. Nach der Durchfahrung gab es das erste mal einen kleinen Blick auf den Gardasee. Es sollten aber noch unendlich viele Serpentinen im schottrigen Gelände folgen bis ein ausgiebiger Blick auf den See möglich war. Ab und zu sahen wir auch etwas kurioses z.B. wie ein Golf in der Auffahrt, der schließlich stecken blieb. Wo konnte der wenden? Der Weg war durchweg schmal. Oder zwei Land Rover mit hohem Dachaufbau - wie kommen die durch die engen Tunnel?
Irgenwann versperrte uns ein Zaun den Weg. Es gab jedoch eine Ausweichroute mit einer kurzen Schiebepassage. Nach einer verpassten Einfahrt und nachträglicher Korrektur, waren wir endlich auf dem richtigen Weg. Immer oberhalb vom Gardasee ging es in unendlichen Serpentinen und einer wunderschönen Aussicht in die kleine Ortschaft Pregasina. Hier war Zeit für eine kurze Rast. Es waren immer noch fast 500 hm bis Seehehöhe.
Ab hier war die Abfahrt endlich entspannt möglich, man konnte die tolle Aussicht genießen und mit jedem Höhenmeter wurde es wärmer. In Torbole angekommen waren die Zimmer schon reserviert. Am nächsten Morgen ging es leider schon wieder nach Hause.
2017
2017 - Etappe 1 / 
Tag 1 / Berchdesgaden - Lofer - Waidring - Stumm (Zillertal) 135 km, 1005 hm
Diese Etappe war eine reine Anreiseetappe. In Bischofswiesen startete ich gegen 11.30 Uhr nachdem der schlimmste Regen aufgehört hatte. Die Temperaturen lagen einiges unter dem Durchschnitt für diese Jahreszeit. Über Bad Reichehall ging es über Unken nach Lofer. Hier begann es wieder zu Regnen. Über den Paß Strub war dann Tirol erreicht. Weiter nach Waidring und St. Johann wo ich mich entschloss die nassen Klamotten komplett zu wechseln in der Annahme das wars, Pustekuchen. Kurz vor Going ging es nochmal richtig los. Ab Ellmau war es dann endgültig vorbei mit dem Regen. In Wörgel ging es dann auf den Inntalradweg bis zur Einfahrt links ins Zillertal. In Stumm war die Unterkunft "Das kleine Hotel Ortner" schnell gefunden. Hier waren auch schon die Kollegen aus dem Allgäu angekommen.
2017 - Etappe 2 / Tag 2 / Stumm - Pfitscher Joch - Fussendrass 59 km, 1809 hm
Gestärkt mit einem gutem Frühstück nehmen wir jetzt zu viert das Pfitscher Joch in Angriff. Dieser Alpenübergang nach Süden ist einer der leichtesten. Die Paßhöhe am Joch liegt um die 2250 m.ü.N.n.. Wir rollen immer leicht steigend über Zell am Ziller (Links befindet sich die Einfahrt vom Gerlosspass aus dem Tauerntal kommend) weiter nach Mayerhofen immer parallel zur der rustikalen Zillertalbahn. Ab hier geht es in Serpentinen nach Ginzling. Ab der Mautstelle wird man scharf nach rechts in einen Forstweg verwiesen, der nach einigen Kehren und schmalen Wald- und Wiesenwegen kurz vor der Staumauer des Schlegeissstausees in die Mautstrasse mündet. Ab hier noch vier Kehren und wie erreichen durch den letzten Tunnel die erforderliche Höhe der Schlegeisstausees. Super Aussicht und ein Türkisblauer See entschädigt für die Qualen des Aufstiegs. Wir folgen den Weg nach einer kurzen Rast auf der rechten Seite weiter in Richtung Pfitscher Joch. Ab hier gibt es wechselnde Schiebe. sowie Fahrpassagen. Oben auf der Pfitscherjoch Hütte eine kurze Rast bei Kaiserwetter und dann ins Pfitscher Tal auf der Südtiroler Seite einem recht leichtem schottrigem Forstweg folgend. Der Gathof Stein war nach vorheriger Buchung unser Nachtquartier.
2017 - Etappe 3 / Tag 3 / Fussendrass - Pfunderer Joch - Brixen 68 km, 1806 hm
Heute war das Pfunderer Joch dran. Bei meinem Alpencross 2013 mußte ich aus Erschöpfung diesen Übergang auslassen. Diesmal jedoch sollte es klappen, denn die letzten beiden Etappen waren nicht sonderlich schwer. Trotzdem war der Aufstieg mit besonderer Steilheit und dessen Kontinuität behaftet. Erst im Almbereich oberhalb der Baumgrenze lehnte sich das Tal etwas zurück. Ab hier konnte man sich wieder relativ relaxt dem Joch nähern. Bei gutem Wetter ist diese Tour unbedingt zu empfehlen, die Aussicht ist einfach grandios. Am Joch selber befindet sich immer ein Schneefeld was im Aufstieg aber relativ einfach links umgangen werden kann. Die ersten Meter beim Abstieg sind wohl eher tragend oder schiebend zu bewältigen bevor sich fahrbare Passagen mit Schiebepassagen abwechseln. Kurze Rast auf der Weitenbergalm. Ab hier beginnt der Forstweg und der Abfahrt nach Pfunders steht nichts mehr im Wege. Über Mühlbach ging es dann weiter nach Brixen in eine ziemlich zentrales Hotel Namens: "Dominik" 4 Sterne Superior, man gönnt sich ja sonst nichts.
2017 - Etappe 4 / Tag 4 / Brixen - Grödener Höhenweg - Sankt Ullrich - Seiser Alm - Völs am Schlern 62 km 2200 hm
Die heutige Etappe führte uns von Brixen über den Grödener Höhenweg nach St. Ullrich weiter über die Seiseralm nach Völs am Schlern. Nach einem reichhaltigem Früstück wie es sich für ein 4 Sterne Superior Hotel gehöhrt war erst einmal shoppen angesagt. Zwei Platten benötigten wieder Ersatzschläuche. Weiter ging es dann auf der linken Seite an der Eissack am Ortsausgang über Albes immer schattig über Wiesen und Wälder ca. 500 hm nach Gufidaun. Von nun an in relativ leichten Kehren immer weiter an Höhe gewinnend. Nach 700 hm wirs der Gnollhof wird oberhalb gequert. Auf 1450 m.ü.n.N. gelangen wir zur Unterplughütte zu einer kleinen Einkehr. Hier ist eine kleinere Schiebepassage notwendig um auf die ursprüngliche Route zu gelangen. Ab hier noch relativ gut fahrbar bis auf ca. 2000 m.ü.n.N.. Es beginnt dann eine Steinwüste, wobei es sich um Steine in der Größe von mind. 1 x 1 m handelt. Der Weg ist zunehmend bis zu stellenweise 40% steil. In den extremsten Passagen ist er mit einem Holzgeläder gesichert. Schieben und später tragen ist angesagt. An der Kappelle am Raschötz ist das gröbste überstanden. Bis auf zwei völlig zerstörte Radlschuhe ist alles gut gegangen. Ab hier hat man einen grandiosen Ausblick auf den Plattkofel, die Seiseralm, auf das Sellamassiv usw.. Nach der Einkehr auf der Raschötzhütte auf knappe 2200 m.ü.n.N. folgen wir dem Forstweg hinunter nach St. Ullrich. An der Seilbahnstation zur Seiseralm wurden neue Schuhe und wieder einmal neue Schläuche gekauft bevor es mit der Bahn zu Gipfel der Seiseralm ging. 16,-€ für die Auffahrt waren OK. Zeitlich wie auch in der Gesamtheit der gefahrenen Höhenmeter war es für uns in Ordnung. Von hier ging es dann über Forstwege und leichte Trails über Seis nach Völs am Schlern. Eine wirklich nette Kleinstadt in einer super Lage. Im Hotel Rose - Wenzer bezogen wir unser Quartier. Es gab hier einen wunderschönen Biergarten mit toller Aussicht und richtig gutem Essen.
2017 - Etappe 5 / Tag 5 / Völs am Schlern - Nigerpass - Karerpaß - Obereggen 43 km 1828 hm
Wieder super Früstück, 3-Sterne auf dem Land wie 4 Sterne Superiör in der Stadt. Heute geht es Von Völs am Schlern über das Völseck in den Rosengarten über das Fassatal, Nigerpass, Karerpass weiter unterhalb des Latemar nach Obereggen. Wir starten auf 880 m.ü.n.N. und fahren wieder über Wiesen, Pfade und Waldwege in relativ leichtem und schattigem Gelände bis zum Aussichtspunkt Völseck. Hier ist erst eimal Photopoint bevor es weiter nach St. Zyprian auf 1060 m.ü.n.N. ins Fassatal stetig aufsteigend zum Aiger-Joch Haus auf 1690 m.ü.n.N. mit anschließender Erfrischung und dann weiter über den Nigerpaß mit wirklich erstklassiger Aussicht zum Karerpass. Nach anfänglicher Benutzung von Trails, Waldwegen etc. entschieden wir uns für die Strasse da keine Bäume die Sicht versperrten. Am Karerpass 1750 m.ü.n.N. war Speisen angesagt bevor uns immer unterhalb des Latemar abwechselnde Trails mit wiederum Schiebepassagen nach Obereggen auf 1600 m.ü.n.N. ins Hotel Zirm brachten.
2017 - Etappe 6 / Tag 6 / Obereggen - Jochgrimm - Spormaggiore 76 km 2045 hm
Von Oberggen auf 1600 m.ü.n.N. geht es morgens bei schönsten Wetter Richtung Osten bergauf. Nach ca. 2,5 km rechts in einen Forstweg. Nach ca. 5 km erreichen wir die Straße der wir bis zum Lavazejoch 1820 m folgen. Nach einer kurzen Rast und Getränke auffüllen weiter zum Jochgrimm 1990 m. Es wechseln knackige Trails mit Schotterwegen und Forststrassen und schlussendlich erreichen wir Kaltenbrunn 990 m bevor wir rechts nach Truden abbiegen. Hier geht es dann bergauf bis auf 1230 m. Ab hier fahren wir dann auf einem Forstweg zur Hornalm 1730 m. Hier sollte uns eine herrliche Rundumsicht erwarten. Leider war die Luft etwas diesig wie man unschwer auf den Fotos erkennen kann. Es war Zeit Nahrung zu uns zu nehmen bevor wir den zweiten Teil der Etappe in Angiff nahmen. Der sollte Höhenmetertechnisch nicht so schwer werden allerdings bewegten wir uns in ein ziemlich niedriges Tal (200 m) und dem entsprechend hohe Temperaturen erwarteten uns. Wir hatten in den 1200 hm Abfahrt ca. 90 % Single Trails hinter uns zu bringen, bevor wir in Laag den Talboden erreichten. Hier erreichen wir die Radroute in nach Kurting. Ursprünglich wäre jetzt Schluß, allerdings entschieden wir uns in Anbetracht des frühen Nachmittags weiter zu fahren und noch ein paar Höhenmeter ranzuhängen. Also ging es jetzt immer am Fluß auf dem Radlweg bei starkem Gegenwind Richtung Süden nach Mezzocorona. Ab hier dann nach Südwesten bis zu einem Tunnel. Ab hier beginnt der heutige letzte Aufstieg nach Sporrmagiore auf 560 m. Wir hatten somit bei der morgigen letzten Etappe 300 hm weniger. Eine Unterkunft "Alt Spaur Hotel" war auch schnell gefunden.
2017 - Etappe 7 / Tag 7 / Spormaggiore - Molvenosee - Ponte Arche - Riva del Garda 70 km 1440 hm
Heute ist unsere letzte Etappe. 8.30 Uhr war Start. Ein kurzes Stück auf der Lanstrasse bevor es rechts auf Forstwegen immer hinduch von Obstplantagen ging. Allerdings war der Himmel nicht ganz sauber. Von Süden zog es ziemlich schwar auf und es waren schon die ersten Regenvorhänge zu sehen. An einer Grillplatzhütte saßen wir das Wetter aus. Nach 20 min war auch alles schon vorbei in der Himmel wurde wieder blau. Weiter ging es jetzt an den Fuß der Brenta mit teilweise sehr steilen Anstiegen. Am Ende desTalschlusses auf 1060 m war das gröbste jedoch vorbei. Vorbei am Andalosee ging es nach Andalo, ein seltsamer Ort, extrem kitschig. Von hier ging es dann nach Molveno zum Molvenosee - sehr sehenswert. Wenig Touristen, Sandstrände Türkisblaues Wasser und im Hintergrund die Brenta die auf 3300 m aufsteigt. Wir fahren erst durch den Ort um dann am rechten Ufer des Sees bis zum nächsten See dem Nebiasee. Ab hier ein kurzes Stück auf der Strasse bis eine Gallerie als Alternative vor dem Tunnel nach links abzweigt. Nach einigen km geht es auf der dann weiter. Jetzt folgen Auf- und Abstiege durch idyllische Bergdörfer und endlosen Obstplantagen. Ab Ponte Arche 390 m beginnt der langsame Anstieg zum Ballinopass auf 800 m. Vom Ballinopass fahren wir am linken Ufer des Tennosees in einen Ort Namens Canale di Tenno. Eine wirkliche Filmkullisse - sehr sehenswert. Kurz unterhalb noch eine kurze Rast bevor es die restlichen 600 hm nach Riva und schließlich nach Torbole ins Hotel geht. Am nächsten Tag der Abreise brachte mich ein Bikeshuttlebus nach Jenbach - Eingang Zillertal von wo ich mit dem Zug über Kufstein, Rosenheim nach Salzburg und anschließend mit dem Radl nach Bischofswiesen radelte.
Fazit: Super Wetter, viele Trails und eine etwas andere Routenführung als man es gewohnt war.
2018
2018 - Etappe 1 / Tag 1 / Gries am Brenner - Sandjoch - Grenzkamm - Sterzing - Mareit 50 km, 1364 hm
Diesmal konnte ich mir die lange Anreise mit dem Radl ersparen. So startete ich mit dem Auto in Berchtesgaden und fuhr nach Gries am Brenner. Bei der Gemeindeverwaltung fand ich dann auch einen geeigneten Standplatz für eine Woche. Das Wetter war durchwachsen aber keine Regen. Zuerst auf Strasse nach Obernberg dann auf Forstwegen zum Obernberger See und schließlich auf Pfaden zuerst fahrend später schiebend und tragend zum Sandjoch.
Nach nur kurzer Pause ging es weiter nach norden auf der Grenzkammstrasse vorbei an verfallenden Gebäuden aus dem 1. Weltkrieg. Leider verschlechterte sich das Wetter und mein ursprünglicher Plan zum Brenner und weiter über's Schlüsseljoch ins Pfitschertal zu fahren verworf ich. Also runter nach Gossensaß, Sterzing und so weit bis der Regen kommt. 15.30 Uhr war es dann soweit. Abbruch und ins Hotel. Der Dauerregen dauerte bis in den frühen Morgen.
2018 - Etappe 2 / Tag 2 / Mareit - Schneebergscharte - Pfelders 41,6 km, 2284 hm
Der Regen des gestrigen Tages sollte bis in die frühen Morgenstunden weitergehen. Am Morgen dann endlich niederschlagsfrei und ab und zu auch etwas Sonne. Weiter ging es nach Ridaun Schneeberg immer aufsteigend bis auf 1480 m. Hier befindet sich noch einiges an Bergwerksanlagen. Der Betrieb ist eingestellt und es werden Führungen für den interessierten Touristen angeboten.
Am Ende des Tals steigt der Weg nach rechts erst etwas steil später zurücklehnend mit leichter Neigung auf einem angenehmen Forstweg zur Moerberg Alm auf 2121 m. Ab hier beginnt eine Schiebe- Tragepassage mit nur wenigen fahrbaren Stellen.
Der Aufstieg auf die Scharte (2685 m) dauert zwischen zwei und zweieinhalb Stunden. Leider war der Aufstieg im Nebel. Auf der Schneebergscharte war dann die Wetterscheide. Der Blick nach Westen wurde frei. Im letzten Teil den linken Aufstieg verwenden - rechts gibts mit dem Radl kein runterkommen.
Von der Scharte ging es dann in einigen Kehren 300 hm abwärts zur Schneeberghütte. Mittagsrast und endlich Sonnenschein. Die Abfahrt bis zum Abzweig Timmelsjoch war recht unschwierig und ab hier ging eine Strasse nach Moos im Passeier und anschließend nach Pfelders meinem heutigem Etappenziel.
2018 - Etappe 3 / Tag 3 / Velders - Eisjöchl - Prad 68 km, 1760 hm
Das Eisljöchl ist durchs Lazinser Tal von Verlders zu erreichen.
Vom Hotel Bergland im beschaulichen Touristenörtchen Velders ging es meistens auf einem Forstweg ca 4 km und 250 hm bis zur Larinzer Alm auf 1858 m.
Ab hier beginnt dann die Schiebe, Trage und an vereinzelten Stellen Fahrpassage die ca. 3 bis 4 Stunden in Anspruch nimmt. Es sind ja fast 1100 hm zu überwinden. Genügend Getränke nicht vergessen. Es wurde ein neuer Aufstiegsweg rechts von der Lazinser Alm errichtet. Der linke alte Aufstieg ist nicht empfehlenswert da er nicht mehr gewartet wird, sehr ungemütliche Passagen und Steinschlaggefahr. Achtung! der Weg ist noch nicht gesperrt. Beide Wege kommen aber zusammen. Der Aufstiegsweg ist dann recht breit und nicht ausgesetzt jedoch an einigen Stellen relativ steil.
Weiter oben neigt sich das Gelände nach hinten und man kommt i ein Schutkar wo man auch teilweise wieder fahren kann. Nach einiger Zeit kommt dann die Stettiner Hütte ins Blickfeld. Die Hütte wurde 2014 von einer Lawine zerstört und jetzt wieder so weit hergerichtet das ca. 50 Personen übernachten können.
Nach einer kurzen Rast, Nudel und Getränk weiter zum Eisjöchl. Temperatur 8 °C. Ab jetzt galt es einen Höhenunterschied von 2300 m bis ins Vinschgau mit dem Radl zu bewältigen. Eine besondere Herausforderung für die Bremsen.
2018 - Etappe 4 / Tag 4 / Prad - Stilfser Joch - Livigno 59 km, 2723 hm
In Prad fand ich eine sehr günstige Unterkunft im Eiscafe Ortler direkt im Stadtzentrum. Heute war eine lange, nervenaufreibende aber landschaftlich schöne Etappe zu bewältigen.
Der erste Teil von Prad über Gormagoi und Trafoi zum Stilfser Joch war komplett Strasse. Ab Trafoi ging es richtig los. Hunderte Rennradlfahrer, Motorradfahrer und PKW's. Man muss sich seelisch und moralisch schon vorher darauf einstellen, sonst dreht man durch.
Nach vier bis sechs Stunden (1900 hm) hat man es endlich geschafft und fühlt sich oben wie auf dem Jahrmarkt. Am besten den Pass bis zum Ende fahren und beim rechten Italiener einkehren. Das übliche, Nudeln standen auf dem Programm.
Nach einer Stunde Rast ging die Abfahrt ca. 300 hm in Richtung Umbrailpass aber direkt am Grenzübergang nach links auf einen Trail. Diesen Pfad folgend war nach ca. 3 km die nächste Scharte fällig. Auch wieder auf 2772 m. Ab hier folgte dann eine gefühlte Ewigkeit Abfahrt zum Lago di Concarno von ca. 6km. Die südliche Küste nach Westen folgend ging es dann über den Alpisellapass nach Livigno. Ab dem Lago di Concarno waren es da noch 20 km und ca. 400 hm.
2018 - Etappe 5 / Tag 5 / Livigno - Passo Eira - Val Viola - Grosio, 1618 hm
Die Unterkunft im Hotel Bernina in mitten von Livigno war in Ordnung. Da der Ort auf etwas über 1800 m liegt waren selbst jetzt im Juli die umliegenden Wiesen noch im Braunton. Ich folgte der Archi Richtung Süden und begab mich dann links in Richtung Passo Eira. Das waren ca. 400 hm auf einer wenig befahrenen schmalen Strasse. Ab dem Pass gab es die Weggabelung nach Bormio über Arnoga oder ins Val Viola. Das Val Viola war meine Wahl. In leichter Steigung ging es duech das wunderschöne noch unberührte Tal. Nach der ersten Alm sah ich links schon die ersten Teile für eine neue Lifttrasse und oben am Grad auch schon eine Stütze. Somit ist klar das dieses Tal Opfer des Skizirkus wird. Schade. Allerdings wenn man sieht wie beschwerlich die Arbeit der Bergbauern in diesem steilen Gelände ist würde man wahrscheinlich ähnliche Gedanken hegen.
Nach kurzer Zeit traf ich eine Familie mit drei Pferden. Ihre Reise führte vom Bodensee zum Gardasee. Die drei Kinder durften reiten, Mutter ist gelaufen und Vater ist auf dem MTB unterwegs. Überwiegend fahrbares Gelände bis auf den Aufstieg zum Pass Val Viola auf 2614 m. Nach kurzer Abfahrt folgte noch mal ein kurzer steiler Anstieg dann eine rasante Abfahrt in Richung Arnoga auf 1800 m bevor der nächste Anstieg ins Val Verva erfolgte. Es war Mittagszeit und auf einem Schild war ersichtlich das es nur noch 2,5 km bis zum nächsten Wirtshaus Rifugio Falk sind. Hier wurde ordentlich aufgetischt. Also wirklich gewaltig. Sehr empfehlenswert. Nach ordentlicher Stärkung waren es noch 15 min bis zum Passo di Verva und 1h und 45 min mit einer 17 km langen Abfahrt und 1700 hm nach Grosio. Das Hotel Sassella wurde zur Unterkunft. Preis - Leistung passte nicht. Zu überteuert. Besser vorher nach Alternativen Ausschau halten.
2018 - Etappe 6 / Tag 6 / Grosio - Breno 67 km, 1709 hm
Heut ging es beim schönsten Wetter von Grosio nach Breno. Die Passstrasse gehört mit zu einem Streckenabschnitt der Giro Italia, dementsprechend viele Rennradlfahrer befanden sich auf dem Weg. Bis zum Pass waren 14 km und 1134 hm zu überwinden. Man hat während der Auffahrt einen tollen Blick ins Tal. Es gibt in der Auffahrt auch einige Übernachtungsmöglichkeiten. Nach dem obligatorischen Gipfelfoto. Kurz hinterm Pass war dann auch Zeit zum Essen.
Eine nette Bauernwirtschaft mit ordentlichen Portionen. Die Abfahrt ging nach Mono, Edolo, Rino usw. bis nach Breno bis auf 400 m und ca. 50 km herunter, eine scheinbar unendliche Strecke.
2018 - Etappe 7 / Tag 7 / Breno - Riva del Garda 90 km, 2168 hm
Heute begann der Tag wieder mit wunderschönem Wetter und es sollte die letzte Etappe sein. Von Breno auf ca. 450 m ging ca. 25 km bis auf 1950 m zum Pass Crocedomini. Zwischendurch gab es die obligatorische Einkehr zur Mittagszeit unterhalb des Passes im Rifugio Bazena. Leider waren auf der schmalen Strasse auch viele Motoradfahrer unterwegs und es kam auch zum Chrash wobei der Rettungshubschauber auch zum Einsatz kam. Gotseidank geschah das ganze hinter mir. Nach reichlicher Stärkung war noch ein kleiner Aufstieg bis zum Pass von ca. 100 hm. 35 km und 1400 hm Abfahrt waren es zum Lago d' Idro.
Weiter nördlich nach Storo. Kurz bevor das Tal aufzusteigen begann setzte heftiger Regen ein. In der Nähe war ein Cafe und Zeit zum aussitzen war auch noch. Nach eine Stunde war der ganze Spuk vorbei und weiter ging es in einigen Serpentinen noch ca. 400 hm bis zur Einfahrt zum Tremalzo. Ab hier leichtes Gefälle bis zum Ledrosee und weiter in den heißen Kessel zum Gardasee. Nach langem Suchen in Riva nichts, dann in Torbole auf dem Campingplatz was gefunden. Am nächsten Tag nach Roveretto und von da mit der Bahn nach Bozen, zum Brenner und schließlich von hier wieder mit dem Rad nach Griess am Brenner.